Werbemarkt Trend
Januar 2026

Der klassische Werbemarkt startet im Januar 2026 mit 263.9 Mio. CHF Brutto-Werbedruck und einem leichten Plus von 0.8% gegenüber Vorjahr. Der Zuwachs wird primär durch Out-of-Home getragen (+14.8%). Mit einem Anteil von 33.8% liegt Out-of-Home nur noch 0.2 Prozentpunkte hinter TV (34.0%), das im Januar -3.4% unter Vorjahr liegt. Radio entwickelt sich ebenfalls positiv (+4.4%). Rückgänge zeigen sich bei Print (-8.6%) und Kino (-11.3%).
Im digitalen Markt beläuft sich der Brutto-Werbedruck im Januar auf 247.9 Mio. CHF.
Der digitale Media-Mix bleibt dabei klar kanalgetrieben: Search dominiert mit 77.5%, gefolgt von Display (16.5%) und YouTube (6.0%).
Der starke Anstieg im Vergleich zum Vorjahr (+89.8%) ist v.a. durch Search getrieben (+138.6%) und nicht organisch, da technische Anpassungen von Google 2025 im ersten Quartal zu Einschränkungen in der Erfassung geführt hatten. Dadurch ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr punktuell eingeschränkt. Aber auch die Display-Lieferstatistik trägt im Januar 2026 zum Anstieg bei (+20.7%). YouTube ist leicht rückläufig (-8.4%).
Auffällig ist dabei, dass Verschiebungen rund um 20 Minuten zwei zentrale Effekte im Vorjahresvergleich verstärken: den markanten Rückgang im Printbereich sowie das überdurchschnittliche Wachstum bei Display.
Werbedruck im klassischen Werbemarkt
Entwicklung des klassischen Werbedrucks per Januar 2026 in Mio. Bruttofranken.


Fahrzeugbranche mit grösster prozentualer Steigerung unter den Top-Branchen
Zehn der 21 Branchen starteten positiv ins neue Jahr. Die deutlichste prozentuale Steigerung unter den grossen Branchen verzeichnet Fahrzeuge (+41.3%) – getragen durch eine erhöhte Werbeaktivität rund um die Produkte Polestar 5 Elektro Limousine, Suzuki E-Vitara SUV Elektro und Nissan Micra Leasing. Ebenfalls stark präsentieren sich die Verkehrsbetriebe (+30.2%), Bauen, Industrie, Einrichtung (+23.2%) sowie Freizeit, Gastronomie, Tourismus (+18.3%); bei Bauen, Industrie, Einrichtung trägt insbesondere IKEA zur positiven Entwicklung bei.
Freizeit, Gastronomie, Tourismus übernimmt im Januar zudem die Spitzenposition im Branchenranking, unter anderem gestützt durch die verstärkte Kommunikation für Swiss International Air Lines und Emirates sowie einer höheren Präsenz von McDonald’s Restaurants.
Der Detailhandel (-14.8%) und die Nahrungsmittelbranche (-6.5%) müssen Verluste hinnehmen, halten sich aber weiterhin auf dem Podest.
Rückläufige Entwicklung in elf Branchen
Insgesamt reduzieren elf Branchen ihren Werbedruck im Vergleich zum Vorjahr. Die deutlichsten Rückgänge zeigen Reinigen (-32.1%), Digital & Haushalt (-31.2%) sowie Energie (-29.7%). Auch Telekommunikation (-22.3%) und Tabakwaren (-19.7%) starten klassisch schwächer.
Trotz Rückgängen bleiben Detailhandel (-14.8%) und Nahrungsmittel (-6.5%) weiterhin unter den werbedruckstärksten Branchen, verlieren jedoch im Vergleich zum Vorjahr an Dynamik.
Branchenranking
Branchenranking im Januar 2026.

Top Werbungtreibende & Produkte
Die Top Werbungtreibenden und meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- Imagewerbung und Sammelkategorien) im Januar 2026.

Media Mix
Media Mix für den Monat Januar.

Werbedruck im digitalen Werbemarkt
Entwicklung des Werbedrucks per Januar 2026 in Mio. Bruttofranken.
Zur besseren Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden der klassische Werbemarkt und die digitalen Kanäle (Search, YouTube, Display) separat ausgewiesen. Schwankungen in der Online-Erfassung können durch externe Einflüsse – insbesondere durch technische Updates seitens grosser Plattformen wie Google oder YouTube – verstärkt werden. Dies betrifft insbesondere den Bereich Search, in dem es regelmässig zu Änderungen kommt, die die Vergleichbarkeit des Brutto-Werbedrucks mit dem Vorjahr beeinträchtigen können.


Branchenranking YTD: klassische vs. digitale Kanäle im Vergleich
Im Januar stehen Freizeit, Gastronomie, Tourismus in beiden Märkten an der Spitze. Dahinter unterscheidet sich die Rangfolge jedoch deutlich. Im klassischen Werbemarkt folgen Detailhandel und Nahrungsmittel, während im digitalen Markt Finanzen und Dienstleistungen stärker ins Gewicht fallen. Besonders die Finanzbranche sticht heraus. Sie ist digital mit Rang 2 deutlich präsenter als klassisch mit Rang 4. Das deutet auf einen ausgeprägten Performance-Fokus hin, mit starker Nutzung von Search und weiteren digitalen Kanälen.
Ein ähnliches Bild zeigt die Telekommunikation. Digital liegt sie auf Rang 5, klassisch erst auf Rang 14. Umgekehrt verhält es sich bei den Nahrungsmitteln. Klassisch erreichen sie Rang 3, digital nur Rang 13. Das spricht für eine geringere Priorisierung digitaler Kanäle. Auch am unteren Ende gibt es Unterschiede.
Klassisch bilden Tabakwaren das Schlusslicht, digital liegt Reinigen auf dem letzten Rang. Insgesamt bestätigt der Januar die typische Marktlogik. Digital wird stärker von freizeit- und serviceorientierten Branchen sowie von Finanzen und Telko getragen, während klassisch Detailhandel und Nahrungsmittel den höchsten Werbedruck stellen.
Branchenranking
Branchenranking im Januar 2026.

Top Produkte digital
Die meistbeworbenen Produkte sowie Dienstleistungen (ohne Sortiments- Imagewerbung und Sammelkategorien) im Januar 2026.

Im digitalen Werbemarkt zeigt sich im Januar ein klar kanalgetriebenes Bild: Search bleibt stark performance- und reiseaffin, während Display und YouTube durch eine breitere Mischung aus unterschiedlichen Angebotswelten geprägt sind.
Im Display-Bereich liegt ACTIV FITNESS an der Spitze, gefolgt von SPUSU.CH und TUI REISEN. Dahinter reiht sich ein vielseitiges Feld ein: mit der YUH Mobile App, Toyota Sponsoring, dem Modell Skoda Fabia, einem Swiss International Air Lines Flugangebot, ka-ex.com, Cornertrader sowie Swiss Casinos Pfäffikon-Zürichsee.
Bei YouTube führt mit MarioKart World ein Gamingtitel das Ranking an, gefolgt von der Nintendo Switch 2 Konsole. Ebenfalls weit vorne finden sich E-HOI Kreuzfahrten sowie Coca Cola Zero Zucker Zero Koffein und Kinder Überraschung. Ergänzt wird das Topfeld durch eine Pharma-Präsenz (u.a. Voltaren Dolo Patch und Bisolvon Bromhexin Hustensirup) sowie weitere Titel wie Hamnet, Primate und TEMU.COM. YouTube ist damit im Januar eine Mischung aus Unterhaltung, Handel und FMCG/Pharma.
Im Search-Bereich bleibt Booking.com klar führend. Dahinter folgen yallo und Skyscanner. Das obere Ranking wird zudem von Vergleichs- und Reiseanbietern wie Comparis, Opodo, eDreams, ab-in-den-urlaub.ch, trivago und TUI geprägt. Mit AXA ist ausserdem ein grosser Versicherungsanbieter prominent vertreten. Insgesamt bleibt Search damit im Januar klar reise- und vergleichsdominiert, mit punktueller Stärke aus Telekommunikation und Versicherungen.
Media Mix
Media Mix für den Monat Januar 2026.

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